So sieht eine Fertigung aus, die nichts verspricht.
Auf dieser Seite steht, was in unserem eigenen Betrieb tatsächlich gerechnet wurde: wie viele Strategien erzeugt und wieder verworfen wurden, wie tief die Rückgänge der fertigen Portfolios gehen, wie lange sie dauern, und wie ähnlich sich die Strategien eines Portfolios in schlechten Monaten verhalten. Jede Zahl ist weiter unten hergeleitet, mit Formel und Herkunft. Was hier fehlt, fehlt mit Absicht: eine Ertragszahl findest du hier nirgends, weil sie vom Markt abhängt und nicht vom Verfahren. Wer dir eine zeigt, verkauft dir den Markt und nicht sein Handwerk.
Stand 25. September 2026 · Serienlauf-Leitstand
Was hier steht und was nicht
- Prozesszahlen: wie viele Strategien erzeugt, geprüft und verworfen wurden
- Risikokennzahlen: Tiefe, Dauer und Form der Rückgänge, in Prozent des eingesetzten Kapitals
- Wie stark sich die Strategien eines Portfolios ähneln, besonders in seinen schlechtesten Monaten
- Was die Vergangenheit nicht zeigt, und eine Kennzahl dafür, wie viel tiefer ein Rückgang noch gehen kann
- Kein Ertrag, kein Kontostand, keine aufs Jahr gerechneten Werte
- Kein Echtgeldkonto: alles sind Rechnungen auf historischen Kursdaten
- Keine Prognose, was ein Markt künftig abwirft
- Keine fremden Zahlen: alles stammt aus unserem eigenen Betrieb, aus dem auch der Kurs kommt
Der Maßstab
Auf diesen Zahlen beruht alles, was weiter unten folgt. Gezählt wird je Instrument nur der größte Pool, nicht die Summe aller Rechenläufe. Der Grund: Ein Lauf über Long und Short zusammen enthält dieselben Strategien wie die beiden Einzelläufe. Wer alle Läufe addiert, kommt auf 6.249 statt 2.777 Strategien und zählt dieselbe Arbeit mehrfach.
Was auf dem Weg verloren geht
Ein einzelner Lauf, Schritt für Schritt. Die Software erzeugt Kandidaten in Serie. Die allermeisten scheitern schon an der ersten Bedingung. Was übrig bleibt, geht durch die Prüfkette: Zufallsprüfungen über Reihenfolge, Parameter und Preise, anderthalbfacher Spread, ein Nachtest auf echten Ticks. Ganz am Ende fällt noch einmal etwas weg: Laufen zwei Strategien Monat für Monat fast im Gleichschritt, zählen sie zusammen als eine Idee. Was zwischen der vorletzten und der letzten Stufe wegfällt, entscheidet keine Ansichtssache, sondern eine Kennzahl mit fester Schwelle.
- 1.509.772 Kandidaten erzeugt
- 243 gingen in die Prüfkette 0,016 % bleiben
- 38 überstanden sie 15,6 % bleiben
- 37 unabhängige Systeme am Ende 97,4 % bleiben
Ein Instrument, ein Zyklus. Dieselben Zahlen wie auf der Startseite, dort im Zusammenhang erzählt.
Eine Kurve, ehrlich gelesen
Oben die Kurve eines fertigen Portfolios über die ganze Historie, normiert auf 100 am Ende. Die Höhe sagt also nichts über einen Betrag, nur über den Verlauf. Unten die Unterwasserkurve: wie weit das Portfolio zu jedem Zeitpunkt unter seinem bis dahin höchsten Stand lag, in Prozent des eingesetzten Kapitals. Die untere Kurve ist die ehrlichere von beiden: Sie zeigt, was du unterwegs aushalten musst, und die obere glättet genau das im Rückblick. Markiert sind die drei tiefsten Rückgänge des Bauzeitraums und die beiden Validierungsfenster V1 und V2. Die Auswahl der Portfolios hat diese Fenster nicht benutzt, die Prüfkette der einzelnen Strategien schon. Deshalb heißen sie hier Validierung und nicht ungesehene Daten.
Gezeichnet ist die Wochenkurve über Bauzeitraum und Validierung. Die Kennzahlen gelten für den Bauzeitraum und sind auf Tagesbasis gerechnet. Die zweite Zahl sagt, wie tief es danach in V1 und V2 ging, als Vielfaches des tiefsten Rückgangs im Bauzeitraum. Über 1 heißt: tiefer als alles, was beim Bauen zu sehen war.
Die Form des Risikos
Jede Zeile ist eine Kennzahl über alle 36 Portfolios. Der Balken zeigt die mittlere Hälfte, der Strich darin den Median, die dünnen Enden die äußersten Fälle. Eine einzelne gute Zahl sagt wenig; interessant ist, wie eng oder weit die Portfolios streuen. Enge Streuung heißt: Das Verfahren ist wiederholbar, und kein einzelner Glückstreffer steht neben vielen Fehlschlägen.
Wie weit das Portfolio in seiner schlechtesten Phase unter den bis dahin höchsten Stand fiel, in Prozent des eingesetzten Kapitals. 19 der 36 bleiben unter fünf Prozent.
Nicht nur wie tief, sondern wie lange. Tiefe Rückgänge, die lange dauern, wiegen stärker als kurze. Der Wert ist die Wurzel aus dem Mittel der quadrierten Rückgänge.
Wie viel Ertrag auf eine Einheit des tiefsten Rückgangs kommt. Die Zahl sagt nichts über die Höhe des Ertrags, nur über sein Verhältnis zum ausgehaltenen Schmerz.
Wie viele Tage vergingen, bis ein neuer Höchststand erreicht war. Das ist die Zahl, an der die meisten Menschen aussteigen, lange bevor eine Kennzahl es nahelegt.
Wie ähnlich sich die Monatsergebnisse der Strategien über die ganze Zeit sind. Nahe null heißt, dass sie verschiedene Dinge tun.
Dieselbe Rechnung, aber nur über das schlechteste Viertel der Monate. Genau dafür ist ein Portfolio da. 31 der 36 liegen hier bei null oder darunter: Ihre Strategien fangen einander auf, statt gemeinsam zu fallen.
Welcher Anteil an der Tiefe eines Rückgangs auf die stärkste Einzelstrategie entfällt. Über der Hälfte bedeutet: das Portfolio ist in Wahrheit eine Strategie mit Beiwerk.
Wie oft mehrere Strategien zur selben Stunde einsteigen. Hohe Überlappung bindet mehr Kapital gleichzeitig, als die Einzelbetrachtung vermuten lässt.
Dünne Enden: äußerste Fälle. Balken: mittlere Hälfte. Strich: Median.
Was wir nicht wissen
Alles oben ist Vergangenheit, und Vergangenheit ist eine einzige Stichprobe. Um abzuschätzen, was sonst noch hätte passieren können, zerlegen wir die Tagesergebnisse jedes Portfolios in Blöcke von drei Monaten und mischen sie 5.000 mal neu. Die Blöcke bleiben zusammen, damit Zusammenhänge innerhalb eines Quartals erhalten bleiben. An den 5.000 Verläufen lässt sich ablesen, wie tief der Rückgang in den ungünstigeren von ihnen ausfällt.
Der tiefste Rückgang, den du gesehen hast, ist nicht der tiefste, den es gibt.
Blöcke von drei Monaten, 5.000 Ziehungen, fester Startwert für den Zufall, damit die Rechnung wiederholbar bleibt. Geplant wird mit dem ersten Wert, abgebrochen beim zweiten.
Die Gegenprobe danach
Der Bootstrap schätzt aus dem Bauzeitraum, wie tief es werden kann. Die beiden Validierungsfenster V1 und V2, je rund ein Jahr lang, zeigen, wie tief es danach tatsächlich wurde. Das Ergebnis ist unbequem, und genau deshalb steht es hier.
Tiefster Rückgang je Fenster gegen den tiefsten Rückgang des Bauzeitraums, im schlimmsten Fall das 1,98-Fache. V1 und V2 sind mitoptimiert: die Prüfkette der Einzelstrategien hat sie gesehen, die Portfolio-Auswahl nicht. Der eigentliche Test läuft erst noch: die 36 Portfolios sind seit dem 24. September 2026 eingefroren und werden an Kursen ab dem 1. September 2026 geprüft. Eine erste Auswertung gibt es frühestens im Dezember 2026.
Die Schwellen
Damit eine Zahl etwas wert ist, muss vorher feststehen, ab wann sie nicht mehr reicht. Jedes Portfolio muss feste Schwellen bestehen. Es sind dieselben, an denen auch die Läufe scheitern, die es nie auf diese Seite schaffen.
Laufen die Monatsergebnisse zweier Strategien zu 0,7 oder enger im Gleichschritt, zählen sie als eine Idee. Aus 2.777 Strategien wurden so 1.602 Familien. Ohne diese Schwelle sähe jedes Portfolio breiter aus, als es ist.
Entfällt auf eine einzelne Strategie mehr als die Hälfte der Tiefe eines Rückgangs, fällt das Portfolio durch. 29 der 36 bestehen das. Die übrigen 7 bleiben trotzdem in dieser Auswertung. Würden sie gestrichen, fehlten sie in der Streuung, und das Bild wäre geschönt.
Für Rückgang, Stillstand und ein Mindestergebnis je Zeitfenster stehen die Grenzen fest, bevor gerechnet wird. 36 der 36 halten sie ein. Eine Grenze, die man nach dem Ergebnis verschiebt, ist keine.
42 Instrumente
Währungen, Rohstoffe und Indizes. Hervorgehoben sind die 15 mit fertig gerechneten Portfolios; bei den übrigen läuft die Prüfkette noch, oder sie wurden nach einem Messlauf zurückgestellt, weil die Kosten mehr fraßen, als das Instrument hergab. Zurückstellen ist der häufigere Ausgang, und auch das gehört zum Bild.
- AUDCAD
- AUDCHF
- AUDJPY
- AUDNZD
- AUDUSD
- AUS200
- CADCHF
- CADJPY
- CHFJPY
- EURAUD
- EURCAD
- EURCHF
- EURGBP
- EURJPY
- EURNZD
- EURUSD
- FCHI40
- GBPAUD
- GBPCAD
- GBPCHF
- GBPJPY
- GBPNZD
- GBPUSD
- GDAXI
- NDX
- NI225
- NZDCAD
- NZDCHF
- NZDJPY
- NZDUSD
- SP500
- SPA35
- STOXX50E
- UK100
- USDCAD
- USDCHF
- USDJPY
- WS30
- XAGUSD
- XAUUSD
- XNGUSD
- XTIUSD
Nachrechnen
Jede Kennzahl dieser Seite, mit Rechenweg. Jedes Portfolio rechnet mit einem Kapital von hunderttausend Einheiten, egal wie viele Strategien es enthält. Alle Rückgänge beziehen sich auf dieses Kapital. Die Kurven sind auf hundert am Ende normiert, damit sie vergleichbar bleiben und keinen Betrag zeigen. Alle Kennzahlen gelten für den Bauzeitraum; V1 und V2 kommen nur in der Gegenprobe vor.
- Tiefster Rückgang
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max(Höchststand bis hier minus Stand) geteilt durch KapitalAuf Tagesbasis und nur über den Bauzeitraum gerechnet. Die gezeichnete Wochenkurve läuft durch V1 und V2 weiter und kann dort tiefer fallen.
- Ulcer-Index
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Wurzel aus dem Mittel der quadrierten Rückgänge in ProzentGewichtet Dauer mit. Zwei Portfolios mit gleichem tiefsten Rückgang können hier weit auseinanderliegen.
- Ertrag zu Rückgang
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Ergebnis geteilt durch tiefsten RückgangEin Verhältnis, keine Höhe. Der Zähler steht nirgends auf dieser Seite, nur das Verhältnis.
- Längster Stillstand
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größter Abstand in Kalendertagen zwischen zwei HöchstständenEine noch laufende Phase bis zum letzten Datum zählt mit, sonst sähe der jüngste Stillstand künstlich kurz aus.
- Korrelation
-
mittlere paarweise Korrelation der MonatsergebnisseIm Stressfall über das unterste Viertel der Portfolio-Monate gerechnet, sonst über alle.
- Konzentration
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Anteil der stärksten Einzelstrategie an der Tiefe eines RückgangfenstersLiegt der Anteil über der Hälfte, gilt das Portfolio als nicht bestanden.
- Überlappung
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Anteil der Einstiegsstunden mit mehr als einer StrategieBildet zusammen mit der höchsten Zahl gleichzeitig offener Positionen die Kennzahl für den Kapitalbedarf.
- Bootstrap-Werte
-
5.000 Ziehungen über Blöcke von drei MonatenAngegeben als Vielfaches des historischen Rückgangs, damit die Zahl ohne Betrag lesbar bleibt.
Diese Zahlen entstehen nicht von selbst.
Das Verfahren dahinter ist genau das, was in den Kursen unterrichtet wird: Strategien in Serie erzeugen, an festen Schwellen aussieben, zu Portfolios zusammensetzen und ihre Form prüfen, bevor irgendetwas läuft.